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Tulum – Cozumel – Playa del Carmen

Wenn ich so lange nicht schreibe liegt es daran, dass zwar überall WiFi verfügbar ist, aber wir ohne Netbook, iPad o.a. aufgeschmissen sind. Und Internetcafes sind scheinbar deswegen nicht mehr so oft vertreten.

Die Karibikküste von Yucatan ist einfach großartig und gerade deswegen treffen sich eben alle Backpacker und Touristen hier. Tolle Strände, türkisblaues Wasser und natürlich überall Mayaruinen. Wir verbrachten die letzten Tage in Tulum, auf der Insel Cozumel und nun den Resturlaub in Playa del Carmen.

Tulum kann als einziger Ort in Mexiko mit Ruinen direkt am Strand beeindrucken. Das sieht einfach fantastisch aus und macht die Ruinen spektakulär.
Rund um Tulum finden sich viele Cenoten. Mirko ertauchte eine Höhle bis 36 Meter Tiefe.
Die Insel Cozumel ist Ziel zahlreicher Kreuzfahrtschiffe. Wir haben einige dieser Riesen gesehen. Daher finden sich entlang der Uferpromenade von San Miguel – der einzigen Stadt auf Cozumel – auch Juweliergeschaefte und Duty Free Shops ohne Ende und die Preise werden der Einfachheit halber gleich in US-Dollar ausgezeichnet.
Wir wohnten in einem recht ruhigen abgeschiedenen Hostel, das von einer Schweizerin geführt wird, ganz im Norden der Insel. Stilecht haben wir uns für einen Tag ein Käfer Cabrio gemietet und umrundeten die Insel, deren Küsten nicht unterschiedlicher sein könnten. Eine wild und mit hohen Wellen, die andere bade- und schnorchelfreundlich.
Am Donnerstag fuhren wir mit der Fähre nach Playa del Carmen zurück. Dort trafen wir meine Schulfreundin Jana, die aus den USA mit 2 Freundinnen angereist war. Wir starteten gleich am Freitag in einem gemieteten Van das volle Programm: Cobá, die fantastische Gran Cenote und Tulum mit Ruinen und Dorf.
Cobá liegt wie Tikal im Urwald. Einige Kilometer legten wir dort wieder zu Fuss zurück und erklommen die mit 42 Metern höchste Pyramide Yucatans, um über das Urwalddach zu schauen.

Heute gönnen wir uns dafür einen ruhigen Tag, bevor wir mit den Mädels am Sonntag nochmal Cozumel besuchen.
Und für Montagabend steht auch schon die Rückreise an. Wir versuchen, etwas Sonne mit nach Deutschland zu bringensmiley.

Campeche

Auf Campeche machte uns der Reiseführer neugierig und wir wollten die Stadt unbedingt mitnehmen:
Campeche ist ein koloniales Märchenland: Die von einer Mauer umgebene Innenstadt ist eine enge Enklave mit perfekt renovierten, pastellfarbenen Gebäuden, schmalen Pflasterstraßen, Festungswällen und gut erhaltenen Herrenhäusern.
An dieser Stelle muss ich erwähnen und eingestehen, dass wir losgefahren sind wie die Friseure. Bei genauem Studium unseres Reiseführers vor der Reise (Lonely Planet für ganz Zentralamerika) hätte uns leicht auffallen können, dass er wenig Details enthält und für Yucatan und Belize gern ein ausführlicher Führer besser gewesen wäre. Aber wir fragen uns durch und informieren uns viel vor Ort.
In Campeche kamen wir am 31.12. an. Die Stadt rühmt sich als Piratenstadt, die sich gegen viele Angriffe zur Wehr setzte. Wir stiegen standesgemäss im Hostal La Pirata ab und haben hier das bisher kleinste Zimmer mit 3 x 3 m inklusive Dusche und WC bewohnt. Trotzdem verlängerten wir den Aufenthalt auf drei Nächte. Man kann lernen mit wenig auszukommen.
In der Silvesternacht waren die Einwohner schick gemacht auf den Straßen unterwegs und besuchten um 22 Uhr die Messe in der Kathedrale. Wie bei uns wurden kurz vor und um Mitternacht Raketen abgeschossen.
Der Neujahrstag war dann recht ruhig und wir genossen ihn nach einer Museums-/Botanischen Gartentour mit Nichtstun.
Gestern stand dafür eine der eindrucksvollsten Mayaruinen auf dem Programm: Edzná. Mit einer handvoll weiteren Touristen konnte man fast alle Ruinen besteigen und einfach nur staunen und geniessen.
An Campeches Playa Bonita lud der Golf von Mexiko mit Wellen grünen Wassers und Steinstrand nicht gerade zum Baden ein.
Wir freuen uns nun auf die Inseln vor Belize in der Karibik in den nächsten Tagen.