Halbe Sachen auf Maui

Wir haben Halbzeit auf Maui. Nach ein paar Tagen an der Süd-West-Seite mit Strand und Surfversuch entdecken wir die kommenden Tage den Nordosten und hoffen auf ein paar Wanderungen.

Maui hat seinen Namen vom Halbgott Mau’i. Manche kennen ihn aus Disneys Film Vaiana, der Polynesien und das Seefahrervolk wirklich sehr gelungen darstellt.

Wie Maui wollten wir heute auf den höchsten Punkt der Insel im Haleakala Nationalpark. 

Der Legende nach hat der Halbgott Maui die Sonne festgehalten und sie damit langsamer ziehen lassen, damit seine Mutter die Wäsche trocknen konnte und die Menschen mehr Zeit für ihr Tagwerk hatten.

Aber der Gipfel auf 3055 Meter Höhe – genannt Pu’u’ula’ula (eindeutig zu viele Apostrophe in einem Wort) – befand sich heute komplett im Nebel gepaart mit ordentlich Wind, Regen und 6 Grad. Da wir im kalten Herbst unsere Reise begannen, haben wir auch lange Hose, Daunen- und Regenjacke dabei. 

Wir machen uns warme Gedanken und wünschen uns ins warme Lahaina im Südwesten Mauis zurück. Ehemals Hauptstadt des hawaiianischen Königreiches im frühen 19. Jahrhundert und Walfängerdorf ist es heute ein hübsch anzusehendes Örtchen mit niedrigen Holzhäusern in allen Farben und kleinen Balkonen, in denen man viele Souvenirs, Kleidung und Kunst kaufen kann. Oder eben jeden Tag oder auch mehrmals täglich sehr ausgefallenes Eis essen kann. Von Ananassorbet serviert in einer Ananas bis Shave Ice, das aus gefrorenem Wasser in spezieller Weise geraspelt wird und mit zig möglichen bunten, natürlich hergestellten Sirupen getränkt wird. Als Krönung kann man im Inneren noch eine Kugel Eis finden. 

Außerdem probierten wir Poké. Mit dem roh in Sojasoße marinierten Ahi (Thunfisch) kommt etwas Japan in die hawaiianische Küche. Viele japanische Einwanderer arbeiteten auf den Zuckerrohrplantagen im frühen 20. Jahrhundert.  Das musste auch Einfluss in kulinarischer Hinsicht haben,

Zum Erlernen des Surfens war der Strand in Lahaina ideal. Ganz seichte Wellen schoben sich langsam zum Strand. Aber die vielen Korallen kurz unter der Wasseroberfläche machten es auch kompliziert. Mirko leihte sich ein Brett und paddelte damit eine Weile und hockte auch schon auf dem Brett. Ich paddelte liegend nah am Ufer auf und ab. Ist gar nicht unanstregend für den Oberkörper und die Arme. 

Die Surfschulen belebten neben den anderen Surfern das Wasser enorm. Auf jeden Fall ist Geduld notwendig, denn die perfekte Welle lässt oft auf sich warten. 

Ich bleibe lieber beim SUP (Stand Up Paddling). Stehend hat man einfach einen besseren Überblick und kann im Wasser oft Schönes entdecken. Übrigens hat der Brettersport seinen Ursprung in der Südsee, wo er anfangs nur den Königen vorbehalten war. Die Polynesier verbreiteten den Sport. 

Vom Bodyboarden ohne Hilfsmittel entwickelte sich in Hawaii das Wellenreiten über Nutzung einfacher Holzplanken zum heutigen Sport mit einer riesigen Auswahl an Surfboards. Im Norden von Maui hoffen wir auf Jaws – die Monsterwellen. Nur Profis sind dort zu finden. Surfen ist übrigens in diesem Jahr das erste Mal olympische Disziplin bei den Sommerspielen in Tokyo. 

Zurück zum Gipfel: trotz einigen Wartens in warmen Klamotten klart es heute leider nicht auf. Die 22 Meilen Serpentinenstraße warten also erneut darauf, bezwungen zu werden.

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Maui

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Maui 20.756114, -156.280518