Bye Bye Hawaii

In knapp vier Wochen haben wir vier tolle Inseln kennengelernt. Die Größte – passend Big Island oder auch Hawaii genannt – mit den beiden aktiven Vulkanen war leider nicht dabei.

Aber wir nehmen es gelassen. Man schafft nie alles zu sehen, und wir sind glücklich über das Gesehene und Erlebte. 

Das Shaka-Gefühl wird übrigens mit dem typischen Handzeichen ausgedrückt. Ausgestreckter Daumen und kleiner Finger, während die anderen Finger eingeknickt bleiben. Es bedeutet Aloha und verkörpert den hawaiianische Lebensstil, alles etwas locker nehmen und keine Eile haben. Autofahrer bedanken sich damit, wenn man sie einscheren lässt und wir finden es total cool. 

Mit unserem Jeep machten wir uns über Oahu’s Highways und Freeways auf zur North Shore. Am Weg lag die Dole Plantation, die die Geschichte von James Dole, der 1899 mit dem Ananasanbau auf Hawaii begann, aufarbeitet und touristenfreundlich mit Züglein und riesigen Merchandiseshop näherbringt. Das Klima und die mineralische Vulkanerde auf Hawaii bieten die beste Grundlage für das Bromeliengewächs.  Ananas findet man in jeglicher Form – natürlich frisch, als Eis, Smoothie usw. – und überall auf der Insel. 

Durch das an der Nordküste gelegene Haleiwa – das wieder wie ein Westernstädtchen anmutet – sind wir geschlendert und am Pipeline Beach, an dem oft Surfwettbewerbe ausgetragen werden, haben wir den Wellen zugeschaut. Es waren doch die größten, die wir bisher auf den Inseln gesehen haben, und die Gischt nebelte den Strand ein. Aber dennoch bildeten die Wellen an jenem Tag nicht die wirklich großen Pipelines.

An der Strecke stehen viele Foodtrucks. Sie sind eine gute Alternative zu Restaurants und zaubern tolle Kreationen. Im Norden gibt es einige Shrimp-Farmen, so dass es vorrangig Shrimps in allen Variationen gibt. Wir umfahren die Insel weiter im Osten, deren Mitte wieder von Bergen dominiert wird, aber dieses Mal führen zwei Highways hindurch. Hier begegnen wir wieder Regenwald. Mirko vergleicht die Berge der Form nach mit grünbemoosten Tobleronestangen.

Am Sonntag laufen wir den Weg zum Makapuu Leuchtturm. Der Blick auf die Ostküste Oahus ist spektakulär und wir entschließen uns dort den Strand zu suchen, an dem Tom Selleck alias Magnum immer badete. Im Hintergrund ist eine Insel zu sehen, die dem Diamond Head Crater ähnlich sieht. 

Wir finden den Kaiona Beach Park und vom Strand aus sehen wir tatsächlich die Insel. Robins Nest wurde leider abgerissen. Da befindet sich nun eine große Baustelle. Das Meer am Waimanalo Beach ist traumhaft: türkis und durch das vorgelagerte Riff angenehm ruhig.

Ein toller Abschluss für den letzten Urlaubstag auf Hawaii. 

Nach Los Angeles werden wir fünfeinhalb Stunden von hier fliegen. Da wird einen bewusst, dass Hawaii geografisch gesehen der isolierteste bevölkerte Ort der Erde ist.