Alle Beiträge von Katharina Schirmer

Valparaíso

Ich kenne Valparaíso aus den Büchern von Isabell Allende, Che Guevaras Reise durch Südamerika und als wichtigste Hafenstadt Chiles.
Ich wollte die Stadt unbedingt sehen.
Nach einer 2-stündigen Busfahrt von Santiago kamen wir in Viña del Mar an. Das Städtchen geht direkt in Valparaíso über und es war einfach günstiger hier eine Unterkunft zu finden. Unser Airbnb-Vermieter Günter, ein ausgewandeter Deutscher, holte uns direkt vom Busbahnhof ab und brachte uns zu seinem Haus hoch oben auf dem Hügel mit fantastischen Blick auf die Bucht.
Wir haben ein kleines Zimmer und ein eigenes Bad und dürfen das gesamte Haus mit nutzen. Wie verbrachten den Abend auf der Terrasse und lauschten Günters Geschichten über Land und Leute.

Heute ließen wir uns von ihm Valparaíso zeigen. Den diesigen Tag begannen wir auf dem Fischmarkt. Besonderes Highlight gleich am Anfang des Tages waren die tausenden Möwen, die Pelikane und Seelöwen, die auf die Fischabfälle warteten. Was für ein Spektakel.
Begeistert hat mich das Haus „La Sebastiana“ von Pablo Neruda, chilenischer Dichter und Politiker, der 1971 den Literaturnobelpreis erhielt. Sein Haus „La Chascona“ in Santiago hatte leider an Neujahr geschlossen, so dass ich mich auf dieses hier freute und nicht enttäuscht wurde. „La Sebastiana“ liegt auf einem der 42 Hügel Valparaísos mit grandiosen Blick aus jedem Zimmer, denn es erstreckt sich über 5 Etagen mit jeweils nur 1-2 Räumen.
Typisch für Valparaíso sind die Straßenzüge mit bunten Häusern, die Malereien an Häusern und Treppen, die Trolleybusse und Aufzüge, die die Hügelaufstiege erleichtern, sowie die unzähligen Fischrestaurants, wovon wir eines zum Mittagsessen ausprobierten.
Von den vielen Eindrücken und Geschichten sind wir heute ganz erschlagen, so dass wir den Sonntag in Viña del Mar ganz ruhig verbringen werden. Aber es gibt auch einiges zu sehen.

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Valparaiso - Viña del Mar

Karte wird geladen - bitte warten...

Valparaiso - Viña del Mar -33.024527, -71.552340

Santiago, hier sind wir!

Zunächst einmal: hier ist es warm, sehr warm. 30 Grad. Es blühen Hortensien, Orleander in jeder Farbe, Bougainvillea und Blaulilien.
Aber zum Anfang: Trotz der widrigen Wetterverhältnisse in München, denen einige innerdeutsche Flüge zum Opfer fielen, hob unser Flieger nach Enteisung und fleißigem Schneeräumen auf den Startbahnen so ab, dass er in Madrid pünktlich ankam und wir unseren Anschlussflug locker schafften. Die nächsten 14 Stunden Flug haben wir gut verschlafen, in der übrigen Zeit gabs Essen und einen tollen Blick auf die Anden von oben.
War schon komisch, plötzlich in Chile ohne Termine und konkrete Vorhaben. Das ist Urlaub.
Wir ließen uns Zeit nach der Ankunft um 10 Uhr. Erstmal in leichte Kleidung schlüpfen und das Schlangestehen am Geldautomaten am Flughafen einfach hinnehmen. Mit Bus und Metro kamen wir leicht ins Zentrum und fanden schnell unsere Unterkunft, die wir über Airbnb buchten. Eine komplette kleine Wohnung über zwei Etagen mit Holzmöbeln und Lehm- und Betonwänden.
Dann legten wir gleich eine enorme Strecke durch die Stadt zurück. Vom Cerro Santa Lucia überblickten wir die Stadt und nahmen danach einige Kilometer in Kauf, um den Busbahnhof zu finden. Gut, dass davor noch eine Stärkung auf dem Plan stand. Mirko ließ sich seine Ceviche schmecken. Dazu gab es Pisco Sour.
Wie die Deutschen haben die Chilenen vor Feiertagen scheinbar auch Angst zu verhungern. Supermärkte, Bäcker- und Metzgereien waren überfüllt. Auf der Straße war kein Durchkommen. Es wurde die Ausstattung  für die Silvesternacht verkauft und laut angepriesen. Die so aussah: riesige Brillen, Plastikhüte, Lamettaperücken, Konfettiraketen, Schneespray und gelbe Schlüpfer, die Glück bringen sollen.
Nach kurzem Schläfchen machten wir uns vor Mitternacht auf dem Weg zur Hauptstraße Alameda Richtung Torre Entel, von dem um 0 Uhr das Feuerwerk startete. Zehntausende Chilenen waren unterwegs auf der Straße. Böller sind  zu meiner Freude nicht bekannt. Kostümiert und mit Sekt stießen sie an und gingen auch gleich nach Ende des Feuerwerks wieder heim – wie wir.
An Neujahr ist tote Hose in der Stadt. Nichts hat auf.
Aber alle sind wie wir auf dem Weg zum Parque Metropolitano – die größte  Grünanlage Santiagos mit Zoo, Schwimmbädern, botanischem und japanischem Garten. Mit der Standseilbahn gelangen wir zur Marienstatue, von der man weit über die Stadt mit den Anden im Hintergrund blicken kann. Viele Chilenen trotzen der Hitze und radeln, joggen die Wege hinauf. Aber fit sehen hier nicht alle aus.
Gegen Abend wird die Stadt wieder gut bevölkert. Die Parks sind voll, nur an Essen kommt man immer noch schwer. Schon mal eine Schlange bei McDonalds bis auf die Straße gesehen?
Morgen schauen wir uns noch den Mercado Central und den Plaza de Armas an, bevor wir nach Valparaíso weiterfahren.

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Santiago de Chile

Karte wird geladen - bitte warten...

Santiago de Chile -33.469120, -70.641997