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Frohe Weihnachten

Nachdem man uns auf der Fiji Princess (Achtung: Zwei Links zu den Galerien) mit Frühstück, Morning Tea mit Obst und Vesper, Mittagessen, Afternoon Tea mit Obst und Häppchen sowie Appetizer und Abendessen verwöhnt hat, genießen wir die essensfreien und mageren Zeiten auch.

Den Abschied hat uns die Crew echt schwer gemacht und wir haben fast ein Tränchen verdrückt. 

Nach so beeindruckend schönen Tagen ist es immer schwer, sich am nächsten Ort richtig wohl zu fühlen. 

Aber die Fidschianer sind allerorts mit ihrem begrüßenden lautem Bula sofort einnehmend und so auch im nächsten Hotel, das wir vor allem für Mirkos Shark Dive ausgewählt haben.

Von dort haben wir mit dem Mietwagen den Sigatoka Sanddünen Nationalpark erkundet. Leider war nur der kurze Weg von einer Stunde für uns ratsam. Es war Mittagszeit und 36 Grad im Schatten. Der Sand war so heiß, dass Mirko in seinen Barfußschuhen bis zum nächsten Schatten nur rennen konnte und ich mit Sandalen langsam laufen musste, denn beim Rennen kam soviel Sand unter die Füße, dass ich mich auf glühenden Kohlen glaubte. Autsch, autsch… 

Die Dünen sind zwischen 20 und 60 m hoch und haben sich über Tausende von Jahren gebildet.

Bei archäologischen Ausgrabungen wurden mehr als 2600 Jahre alte Töpferwaren sowie eine der größten Bestattungsstätten im Pazifik entdeckt. (Quelle:Wikipedia) 

Auf dem Weg zu unserem Hotel in Flughafennähe haben wir dem größten Hindutempel südlich des Äquators Sri Siva Subramaniya von Nähe angeschaut. Natürlich unter Beachtung der Bekleidungsvorschriften. Die Farben der Fassade leuchten mit dem Sonnenschein um die Wette und wir wähnen uns in einer anderen Welt. Im Tempel ist die Decke mit unzähligen spektakulären, religiösen Malereien versehen. Die Erbauer und auch das Material für den Bau der Tempelanlage kamen aus Indien. 

Den indischen Einfluss findet man auch in der Küche durch die vielen Einwanderer. Wir kochten als einzige Schüler der Kochschule nach Marktrundgang heute ein fidschianisches Gericht mit Fisch und Taro sowie Cassava (Maniok, Tapioka, Yuka) und ein indisch-fidschianisches mit Kürbis und Hühnchencurry mit  Roti-Fladen. Das war mengenmäßig nicht zu schaffen. 

Aber nun ist die Zeit gekommen, von Fidschi Abschied zu nehmen. 

Durch Fidschi verläuft eigentlich die Datumsgrenze, genauer gesagt durch die Insel Taveuni. Damit der eine Teil des Landes aber nicht von gestern und der andere nicht von morgen ist, wurde die Datumsgrenze weiter nach Osten verlegt und in Fidschi beginnt jeder Tag als erstes. Hier wird als erstes Land der Welt Weihnachten und Silvester gefeiert.

Und damit wir Weihnachten gleich zweimal – wenn schon nicht daheim mit unseren Familien – feiern können, fliegen wir am 25.12. in der Zeit zurück über die Weihnachtsinseln (Kiribati) nach Honolulu und beginnen den 24.12. von vorn, denn Hawaii ist das letzte Land der Welt im Tageslauf.

Wir denken aber an euch alle daheim, ganz besonders an unsere Familien zu Hause. Seid nicht allzu traurig. Wir sind in Gedanken bei euch und dem leckeren Enten- und Gänsebraten, der Feuerzangenbowle und den selbstgebackenen Plätzchen. Wir freuen uns schon sehr darauf, euch wiederzusehen.

5 Wochen Hawaii und Kalifornien liegen aber noch vor uns. 

Bula Mr. Hai

Auf den Yasawa-Inseln lernte ich Rob von Reef Safari kennen und unternahm einen Tauchgang mit ihm. Der Fokus liegt auf den Korallen, die hier auf Barefoot Manta Island aktiv geschützt und auch „gepflanzt“ werden. Aktiv schützen bedeutet hier Aufklärung der Bevölkerung und Einrichtung von Zonen, die fünf Jahre lang nicht befischt werden dürfen. Die Fische im Habitat helfen dabei, die Korallen sauber zu halten, damit deren symbiontisch lebende Algen, die übrigens für die Farben verantwortlich sind, genug Sonnenlicht bekommen. Auch werden andere Prädatoren wie bestimmte Seesterne im Zaum gehalten.

Die Unterwasserwelt in diesen Schutzgebieten ist hoch-divers und farbenfroh. Es war ein Genuss, im Wasser zu schweben und alles aufzusaugen. Aber ich wollte mehr…und Rob gab den Tipp, es bei seinen Kollegen auf der Yanuca-Insel zu versuchen. Gesagt, getan. Wir lassen unser bereits gebuchtes Hostel sausen und buchen uns im Shangri-La auf Yanuca ein. Der Tauchgang war noch vor dem Check-In für den nächsten Vormittag organisiert.

Es geht zur Fütterung. Allerlei kleinere und größere Fische finden sich an unserer Futterbox in knapp 20m Tiefe ein. Die Größten darunter sind etwa 70cm große Zackenbarsche und (weswegen ich hier bin) zwei Dutzend Schwarzspitzen-Riffhaie von etwa 150cm Länge.

Ein grandioses Schauspiel beginnt, als der Futtertrog geöffnet wird und Reste von Thunfischen im Wasser schweben. Die Haie schwimmen in greifbarer Nähe über, unter und neben mir und holen sich die größten Stücke vom Festmahl ab, obwohl die Zackenbarsche zahlenmäßig weit überlegen und ebenfalls gefräßige Räuber sind.
Einen Schutzkäfig für uns Taucher gibt es nicht, aber für Angst bleibt keine Zeit, da die Bewunderung der eleganten Schwimmer alle Sinne in Anspruch nimmt.

Anschließend folgt ein Strömungstauchgang mit Besichtigung einer zweimetrigen schwarzen Muräne, die ebenfalls noch einen Happen abbekommt.

Haifütterung